Gay Zürich: die Gay Bars in Zürich
Gay Zürich hat ein klares Zentrum: Fast alle Gay Bars in Zürich liegen in der Altstadt rechts der Limmat, zwischen Central, Niederdorf und Seilergraben – das kürzeste Barhopping der Stadt. Der Bar-Atlas führt 7 Lokale, die in OpenStreetMap ausdrücklich als queer markiert sind; die Liste unten ergänzt sie um belegte Angaben aus weiteren Quellen.
KWEER · Bar und Café
Eröffnet im September 2022 in den Räumen des früheren «Barfüsser», der seit Mitte der 1950er-Jahre ein Treffpunkt der queeren Szene war und danach rund zwanzig Jahre ein Sushi-Restaurant beherbergte. Spitalgasse 14 (Hirschplatz), 8001. (Quelle)
Cranberry · Cocktailbar
Schwule Cocktailbar im Niederdorf, seit 1997. Metzgergasse 3, 8001. (Quelle)
Heaven · Club
Tanzclub für ein LGBTQIA+-Publikum in der Altstadt. Spitalgasse 5, 8001. (Quelle)
Predigerhof · Bistro-Bar
Bistro-Bar mit gemischt schwulem, eher älterem Publikum, täglich bis spät geöffnet. Mühlegasse 15, 8001. (Quelle)
Petra's Tip Top Bar · Bar
Schwule Bar mit Schlager am Seilergraben. Seilergraben 13, 8001. (Quelle)
Heldenbar · Wochenparty
Queere Party jeden Mittwoch ab 20 Uhr im Provitreff, seit dem 19. Juli 2006. Provitreff, Sihlquai 240, 8005. (Quelle)
Partys: die queeren Nächte in Gay Zürich
Neben den Bars lebt die Szene von Partyreihen. Die Heldenbar im Provitreff am Sihlquai läuft seit Juli 2006 jeden Mittwoch und feierte 2026 ihr zwanzigjähriges Bestehen. Getanzt wird im Heaven an der Spitalgasse, einem Club für ein LGBTQIA+-Publikum – wenige Schritte von den Gay Bars in Zürichs Altstadt entfernt.
Zurich Pride: Demonstration und Festival
Die erste Zürcher CSD-Demonstration fand am 25. Juni 1994 statt. Der Verein CSD Zürich, 1995 gegründet, heisst seit dem Europride-Jahr 2009 Zurich Pride Festival. Die Demonstration zog 2009 fast 50'000 Menschen an, 2023 rund 55'000.
2026 fand nur die Demonstration statt: Am 20. Juni zogen mehrere zehntausend Menschen unter dem Motto «Protect queer youth – Zugang schafft Zukunft» erstmals über die Bahnhofstrasse bis zur Landiwiese. Das Festival wurde abgesagt; der Verein nannte überarbeitete Konzepte und abspringende Sponsoren. Für 2027 nennt er den 11. und 12. Juni für Demonstration und Festival.
Queere Geschichte: von «Der Kreis» bis zum Sunday Trash
Gay Zürich hat eine lange Vorgeschichte: Die Stadt spielte in der Geschichte der homosexuellen Emanzipation eine Rolle, die weit über die Schweiz hinausging. Ab 1943 erschien hier «Der Kreis», eine Zeitschrift für homosexuelle Männer, redigiert von Karl Meier unter dem Namen «Rolf», zuerst auf Deutsch und Französisch, ab 1951 auch auf Englisch. Möglich wurde sie, weil das Schweizer Strafgesetzbuch 1942 die männliche Homosexualität weitgehend straffrei gestellt hatte. 1959 hatte die Zeitschrift fast 2'000 Abonnenten, etwa 700 davon im Ausland; 1967 wurde sie eingestellt.
Die Treffpunkte jener Jahrzehnte lagen in der Altstadt. Der «Barfüsser» an der Spitalgasse war ab Mitte der 1950er-Jahre ein Ort der Szene – an seiner Stelle öffnete 2022 das KWEER. In Zürich-West feierte die Szene ab 2002 sonntags den Sunday Trash in der Labor-Bar an der Schiffbaustrasse, mit freiem Eintritt bis 21 Uhr und Tara La Trash am Mikrofon, bis die Party Ende 2007 weiterzog.
Quellen: Zürich Tourismus (Adressen); zurichpridefestival.ch; Wikipedia: Zurich Pride Festival; Wikipedia: Der Kreis; Südostschweiz (Pride 2026); ubwg.ch (Heldenbar).