Der Rahmen: elf Stunden, August, zwei Kilometer
Die Parade läuft von 13 bis 24 Uhr. Das heisst: Mittagshitze am Anfang, ein kühlerer Abend am See am Ende, dazwischen viele Stunden auf den Beinen und in der Menge. Ein gutes Outfit für die Street Parade plant für alle drei Phasen.
Schuhe zuerst
Die Route führt über Asphalt, Tramschienen und Quaimauern, am Abend liegt Abfall auf dem Boden. Geschlossene, eingelaufene Schuhe mit fester Sohle sind die wichtigste Entscheidung des Tages. Sandalen und neue Plateauschuhe sind die häufigsten Gründe, warum ein Abend früh endet.
Sonne und Hitze
- Sonnencreme vor dem Losgehen, und eine kleine Tube für den Nachmittag.
- Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung – ein Hut, ein Tuch, eine Kappe.
- Leichte, atmungsaktive Stoffe; Glitzer und Netz statt schwerer Kostüme.
- Für den Abend eine dünne Schicht, die sich um die Hüfte binden lässt.
Was in die Tasche gehört
- Gehörschutz: Vor den Love Mobiles ist es sehr laut. Schaumstoffstöpsel wiegen nichts und retten die Ohren.
- Ausweis, Bargeld und Karte eng am Körper, in einer Bauchtasche oder Innentasche.
- Wasser in einer Plastik- oder Metallflasche – Glasflaschen sind an der Parade verboten.
- Ein geladenes Telefon und ein vereinbarter Treffpunkt: In der Menge verliert man sich schnell, und das Netz ist überlastet.
Kostüm und Stil
Die Parade ist eine Demonstration für Toleranz – entsprechend gross ist die Bandbreite: Neon und Pastell, Uniformen, Fantasy, Drag, Fetisch, Badekleidung. Viele Love Mobiles haben ein eigenes Motto oder einen Dresscode; wer auf einen bestimmten Wagen will, sollte vorher nachsehen. Das Motto der letzten Ausgabe lautete «Together we move».
Nach Mitternacht: der Weg nach Hause
Die Parade endet um Mitternacht, der Abend oft nicht. Wer an eine After Party weiterzieht, hat seit dem Mittag dasselbe Outfit an – eine trockene Schicht zum Wechseln in der Tasche, ein Paar dünne Socken und ein kleines Handtuch machen den Unterschied. Tram und Bus fahren am Parade-Wochenende rund um die Uhr, die SBB setzen Extrazüge ein. Wer die Rückfahrt vorher plant und den Weg zur nächsten Haltestelle kennt, steht nach Mitternacht nicht im Gedränge am Bellevue.
Für Gruppen: ein Erkennungszeichen
In einer Menge von Hunderttausenden findet man sich nicht über das Telefon. Gruppen, die zusammenbleiben wollen, tragen ein gemeinsames Element: dieselbe Farbe, ein auffälliger Hut, ein Ballon an der Tasche. Ein fester Treffpunkt abseits der Route – eine Bank, ein Brunnen, eine Haltestelle – hilft, wenn jemand verloren geht. Die Bars am Ufer sind dafür ungeeignet; sie sind an diesem Tag voll. Ruhigere Adressen in den Quartieren listet der Bar-Atlas.
Was zu Hause bleibt
Glas, grosses Gepäck und alles, was man ungern verliert. Wertvolle Kameras und Schmuck haben im Gedränge am Seebecken nichts verloren.
Zum Datum, zur Route und zur Anreise: Street Parade Zürich 2027.