Wie Veranstalter Events in Zürich über Social Media vermarkten
Was Veranstalter in Zürich auf Instagram, in Eventkalendern und in Gruppenchats tun, damit ein Anlass gefunden wird – von der Ankündigung bis danach.
Ein Anlass in Zürich konkurriert an einem Freitagabend mit Dutzenden anderen. Die meisten Gäste entscheiden kurzfristig, und sie entscheiden auf dem Telefon. Social Media ist deshalb für Veranstalter weniger ein Werbekanal als der Ort, an dem ein Event überhaupt existiert. Wie das gelingt, ohne ein Werbebudget zu verbrennen.
Ein Event braucht eine Adresse im Netz
Bevor der erste Beitrag erscheint, braucht der Anlass eine Seite, auf die alles verweist: Datum, Zeit, Ort mit Adresse, Preis, Ticketlink, Altersgrenze, Barrierefreiheit. Das kann eine Eventseite auf der eigenen Website sein oder ein Eintrag in einem Ticketsystem. Jeder Post, jede Story und jeder Eintrag in einem Eventkalender führt dorthin. Ohne diese Adresse versanden Reichweite und Interesse in Kommentaren mit der Frage «Wo kann man Tickets kaufen?».
Der Rhythmus: ankündigen, erinnern, zeigen
- Ankündigung mit genug Vorlauf, damit Menschen den Abend freihalten können – bei grösseren Anlässen Wochen, bei einer Bar-Nacht einige Tage.
- Erinnerung kurz vorher: Line-up, Programm, ein Blick hinter die Kulissen beim Aufbau.
- Am Abend selbst kurze Stories, die zeigen, dass etwas los ist – sie bringen die Kurzentschlossenen.
- Danach ein paar Bilder und ein Dank. Das ist die Ankündigung für das nächste Mal.
Bilder, die nach Zürich aussehen
Austauschbare Stockbilder von Cocktails und Konfetti erzeugen keine Neugier. Was funktioniert, ist der Ort selbst: die Halle, der Tresen, die Aussicht, das Quartier. Wer in Zürich-West in einer ehemaligen Fabrikhalle feiert oder auf einer Dachterrasse über der Bahnhofstrasse, hat sein stärkstes Bild bereits. Wichtig ist das Einverständnis der Gäste, bevor erkennbare Personen gepostet werden.
Kanäle, die in Zürich zählen
Neben Instagram und den eigenen Kanälen der Location gehören die städtischen Eventkalender, die Programme der Clubs und die Gruppenchats der Szene zu den wichtigsten Wegen. Für Anlässe mit Bezug zu Musik lohnt der Eintrag in die Kalender, die Zürcher tatsächlich lesen, bevor sie ausgehen. Kooperationen mit den Künstlern des Abends verdoppeln die Reichweite, weil ihre Follower ein eigenes Interesse am Anlass haben.
Werbung gezielt einsetzen
Bezahlte Anzeigen auf Social Media lassen sich nach Region, Alter und Interessen eingrenzen. Für einen Anlass in Zürich genügt meist ein enger Radius um die Stadt und ein kurzer Zeitraum vor dem Event. Ein kleines Budget, sauber eingegrenzt, bringt mehr als eine breite Kampagne. Die Zahlen der Plattform zeigen in Echtzeit, welche Beiträge wirken – und welche nicht.
Die Nachbereitung zählt mit
Ein Event endet nicht mit dem letzten Gast. Ein Rückblick mit Bildern, eine Danksagung an Künstler und Helfer und ein Hinweis auf den nächsten Termin halten das Publikum, das gerade aufmerksam ist. Wer die Zahlen der Plattformen nach dem Anlass auswertet – welche Beiträge geteilt wurden, wann die meisten Tickets verkauft wurden –, plant den nächsten Event mit weniger Aufwand.
Was man lassen sollte
- Gekaufte Follower und Likes: Sie erzeugen keine Gäste.
- Ankündigungen ohne Uhrzeit oder Adresse.
- Fotos von Gästen ohne Einverständnis.
Wer noch eine Location sucht, findet Räume von 30 bis 2'000 Gästen unter Eventlocations in Zürich.